Hirtenwort zu Beginn der
Heiligen und Großen Fastenzeit

 


 

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Die Einheit der Orthodoxen Kirche – die große Herausforderung unserer Zeit

 

 

Am Montag, 17. November, hielt Metropolit Arsenios an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien-Krems (KPH) einen Vortrag zum Thema „Die Einheit der Orthodoxen Kirche – die große Herausforderung unserer Zeit“. Der Metropolit referierte auf Einladung von Institutsleiter Prof. Hermann-Josef Röhrig. Der Abend begann mit der gemeinsamen Feier der Vesper, in der Kapelle der KPH, durch Erzpriester Nicolae Dura und die Erzdiakone Athanasius Buk und Viktor Schilowsky. Die Vesper wurde von den Studenten der KPH in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Serbisch, Rumänisch, Griechisch) gesanglich begleitet.

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Internationales

Orthodoxes Jugendforum 2014

im Ökumenischen Patriarchat

 

Auf Einladung des Ökumenischen Patriarchats und mit dem Segen S.A. des Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. fand vom 2. - 4. Mai in Konstantinopel/Istanbul das Internationale Orthodoxe Jugendforum 2014 statt. Aus allen Diözesen des Ökumenischen Patriarchats versammelten sich Jugendbeauftragte am Sitz des Ökumenischen Patriarchates um die Probleme und Schwierigkeiten in der Jugendarbeit zu besprechen, aber auch um sich über ihren Dienst auszutauschen. Das Forum sollte schließlich auch zur Entstehung eines weltweiten Netzes der Jugendbeauftragten aller Diözesen des Ökumenischen Patriarchats führen, welches sich der Herausforderung des Dienstes an der Jugend gemeinsam stellt.

In seinem Grußwort betonte S.A. der Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. die besondere Bedeutung dieser Diakonie an der Jugend in unserer heutigen von Konsum geprägten Welt, sowie die Wichtigkeit der Jugend eine Alternative zu dieser egoistischen, auf die Befriedigung jedes Bedürfnisses ausgerichteten Welt aufzuzeigen, wie die Lehre der Orthodoxen Kirche uns lehrt: "Wandelt im Geiste, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen" (Gal 5, 17). Diese Alternative kann nur im geistlichen und liturgischen Leben der Kirche entdeckt werden. Ein Leben in der Tradition der Kirche bedeutet ein Leben in der Freude der Auferstehung Christi. Ein Leben welches uns vor jedem Fundamentalismus und Fanatismus bewahrt, die wir leider in den Gebieten der Alten Patriarchate in unserer Zeit wieder verstärkt sehen können und der viele unserer Mitmenschen das Leben gekostet hat.

Die Teilnehmer aus aller Welt hatten in den folgenden Tagen und Sitzungen die Möglichkeit, über ihre Arbeit in den jeweiligen Ortskirchen, aber auch über ihre Schwierigkeiten und über die Probleme der Jugend auszutauschen. Ein fruchtbringender Dialog im Klima der Brüderlichkeit in Christo entstand, welcher in den Anwesenden den Wunsch weckte diesen Austausch fortzuführen und zu intensivieren.

So wurde mit dem Segen des Patriarchen der Beschluss gefasst ein Netzwerk aufzubauen, welches den Jugendbeauftragten erlaubt ihre Bemühungen zu vereinen. Dieses Netzwerk soll:

 

1. Eine Plattform für die Arbeit und den Austausch der Jugendbeauftragten bieten.

2. Ein allgemeines Forum für die orthodoxe Jugend bilden, in dem sie sich über ihre Erfahrungen, Probleme aber auch Hoffnungen austauschen können.

3. Zur Bildung einer gemeinsamen orthodoxen Identität und eines kirchlichen Ethos beitragen, indem auf die verschiedenen Veranstaltungen und Angebote der jeweiligen Diözesen hingewiesen wird.

4. Die panorthodoxe Zusammenarbeit in diesem Bereich fördern und anspornen.

5. Aber auch die innerchristliche Arbeit mit Kirchen, Trägern und anderen Organisationen stärken.

 

Es genügt hierbei nicht nur, die Jugend theoretisch zu unterweisen, vielmehr muss man die Möglichkeit der persönlichen und authentischen Erfahrung innerhalb des Leibes der Kirche bieten und fördern. Eine Erfahrung die auch den Teilnehmern aus aller Welt geschenkt wurde und dessen Höhepunkt die gemeinsame Liturgie am Sonntag war, welcher S.A. der Ökumenische Patriarch vorstand, und die von den Mitgliedern der Hl. Synode mitgefeiert wurde. Durch die Gewissheit dieser Einheit gestärkt kehrten die Jugendbeauftragten in Ihre Diözesen zurück, um ihre Diakonie mit neuem Elan fortzuführen.

 

Von Georgios Siomos